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Darwin - Kakadu NP 250 km |
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Howard Springs - Krokodilfarm - Kakadu
Nationalpark |
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Wer dann morgens nicht allzu spät aufsteht, hat keine Probleme bis zum
Nachmittag im Kakadu Nationalpark zu sein. Gleich neben der Kreuzung Arnhem- und Stuart
Highway kann man zur Darwin Crocodile Farm abbiegen. Der Besuch lohnt sich allemal, denn
diese große Anzahl an Salz- und Süßwasserkrokodilen kann man in freier Wildbahn nicht
erleben. Eine Fütterung der großen Tiere erfolgt um 14:00 wenn nicht anders
ausgezeichnet. Aber wenn man dann noch bis zum Kakadu NP will ist das kaum zu schaffen,
denn auf dem Hinweg gibt es noch eine Menge zu sehen und die Nacht bricht in den Tropen
bekanntlich sehr schnell herein. In Humpty Doo, ca. 50 km östlich, befindet sich Graeme
Gow's Reptile World, Australiens größte private Schlangensammlung. Ungefähr 10 km
weiter erstreckt sich dann das Fogg Dam Conservation Reserve. Der Fogg Dam wurde in den
50er Jahren im Rahmen eines Staudammprojekts zur Bewässerung von Reisfeldern entlang des
Adelaide River aufgeschüttet. Aber das Vorhaben scheiterte und es entwickelte sich hier
ein wertvolles Feuchtbiotop und Vogelschutzgebiet, das vor allem während der Trockenzeit
ein wichtiges Refugium für Tausende von Wasservögeln darstellt, die sich insbesondere am
frühen Morgen gut beobachten lassen. Am Beatrice Hill einige Kilometer weiter steht das
informative Window on the Wetlands Visitor Centre, das einen guten theoretischen
Überblick über das Feuchtgebiet vermittelt.
Auf der Weiterfahrt fallen entlang des Arnhem Highway immer wieder meterhohe
Termitenbauten - die Kathedralen des Nordens - auf, die sich wie Grabsteine auf einem
Friedhof erheben. Kurz nach der Einfahrt in den Nationalpark dehnt sich das Feuchtbiotop
von Mamukala aus. Während der Trockenperiode leben dort bis zu 25.000 Magpie-Gänse. Auf
einem Rundweg etwa 3 km langen Rundweg hat man gute Möglichkeiten, die Vogelwelt zu
beobachten. Man sollte dazu 1½ bis 2 Stunden einplanen. Aber man kann die Tiere auch von
einer nur wenige hundert Meter vom Parkplatz entfernten Aussichtsplattform sehr gut
beobachten. Mit etwas Glück kann man auch einen Jabiru-Storch oder Wallabies und Warane
sehen. Im Touristenort Jabiru kann man relativ preiswert in Cabins oder auch im Zelt
übernachten. An ungefähr 5.000 Plätzen im Kakadu NP haben die Vorfahren der hier heute
noch lebenden Gagudju-Aborigines Felsenmalereien geschaffen, deren früheste auf
mindestens 20.000 Jahre datiert werden. Leider werden viele dieser prähistorischen
Bildergalerien wohl im Laufe der Zeit verschwinden, da immer weniger Aborigines über die
Fertigkeiten verfügen, sie gemäß den alten Traditionen wieder aufzufrischen. Ein
»Muß« ist somit ein Ausflug zu einem der bekanntesten Bildergalerien des Parks, dem
Ubirr Rock. Wer also für den ersten Abend noch nichts anderes geplant hat, ist mit einem
Besuch von Ubirr gut beraten. Von Jabiru fährt man die 45 km in einer halben Stunde. Vom
Parkplatz unterhalb des Ubirr Rock führt eine Rundwanderweg zu den Galerien (1 km/1
Std.). Einen schönen Blick auf die Überschwemmungsebenen hat man von einem nur wenige
hundert Meter entfernten Aussichtspunkt. Die untergehende Sonne läßt die Felsen dann in
einem rötlichen Licht erstrahlen und spiegelt sich in den weiten Wasserflächen der
Niederungen. Und den Rest des Abends kann man sich dann im Pool aalen oder auch einen der
zahlreichen Elektrogrills bemühen, um sich ein schönes Steak zu braten. Und für ein ein
gutes australisches Bier sollte dann auch noch Zeit sein... |
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| Darwin Crocodile Farm |
Etwa 40 km südlich von Darwin direkt am Stuart Highway nahe der Kreuzung zum
Arnhem Highway kann man eine Krokodilfarm besichtigen. Australiens
erste Krokodilfarm präsentiert über 7000 australische Süß- und SaIzwasserkrokodile
sowie amerikanische Alligatoren in allen Wachstumsstadien. Die Echsen leben in
ihrer "fast" natürlichen Umgebung. Neben Zucht und Vermarktung von Salz- und
Süßwasserkrokodilen (Salties und Freshies, wie der Australier sagt) erhalten hier auch
ausgewachsene Exemplare, die in der Nähe menschlicher Ansiedlungen ihr
"Unwesen" trieben, ihr Gnadenbrot.
Tägliche Fütterung um 14:00, wenn nicht anders ausgewiesen. |
| Territory Wildlife Park |
Südlich der Crocodile Farm zweigt vom Stuart Highway die Cox Peninsula
Road zum Berry Springs Nature Park ab, mit den zum Schwimmen geeigneten Pools des
Flüßchens Berry Creek. Ganz in der Nähe liegt der Territory Wildlife Park, wo die
Tierwelt des Northern Territory fast vollzählig vertreten ist. Sehenswert ist das
Nocturnal House, in dem man nachtaktive einheimische Tiere in ihrem natürlichen
Lebensraum beobachten kann. |
| Crocodylus Park |
Bekanntschaft mit Krokodilen kann man im Crocodylus Park an der östlichen
Peripherie von Darwin machen. Dort gibt es auch ein Crocodile Museum. |
Howard Springs Nature
Reserve |
Etwa 30 km südlich von Darwin liegt der üppige tropische Regenwald des
Howard Springs Nature Reserve, wo ein natürlicher Quellsee zu einem erfrischenden Bad
einlädt. |
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Kakadu NP 175 km |
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Die Überschwemmungsgebiete des Nationalparks sind sehr abwechslungsreich
in Flora und Fauna und so vor allem ein Paradies für Ornithologen. Während der
Trockenzeit versammeln sich hier Zehntausende von Wasservögeln entlang der noch
wasserführenden Flußläufe und Billabongs.
An Pflanzen findet man ein Spektrum von Mangroven aus der Gezeitenzone über Sumpfwälder
der Überschwemmungsgebiete mit charakteristischen Papierrindenbäumen und Schraubenpalmen
bis zu verschiedenen Eukalyptusarten.
Während der Regenzeit lassen dann sintflutartige Niederschläge den Pegelstand der
Flüsse in dramatische Höhe anschwellen. Dann verwandelt sich rund ein Viertel des
Nationalparks in eine ausgedehnte Seenlandschaft, die von farbenprächtigen Teppichen aus
Wasserlilien, Lotusblumen und Seerosen bedeckt ist.
Im Bowali Visitor Information Centre in der Nähe des Parkhauptquartiers südwestlich von
Jabiru vermittelt eine Ausstellung alles Wissenswerte über die Fauna und Flora des Parks
sowie die Geschichte und Kultur der hiesigen Aborigines.
Mit den noch eindrucksvolleren Felsenmalereien vom Nourlangie Rock steht ein weiteres
Highlight des Parks auf dem Besuchsplan des heutigen Tages. Die teils im Röntgenstil
erstellten Wandmalereien sind noch sehr gut erhalten und auf einem am Parkplatz
beginnenden Rundwanderweg von 1,5 km Länge zu den Galerien in gut 1 Stunden retour
gut zu erreichen.
Die Aboriginal-Galerien am Nourlangie Rock befinden sich 30 km südlich des Visitor Centre
und werden auf ein Alter von bis zu 20.000 Jahre geschätzt, wobei viele der alten
Felsenkunstwerke in den 60er Jahren nach überlieferten Traditionen nachgemalt wurden.
Einzigstes Ärgernis auf der Runde bleibt dabei die immer gegenwärtige gemeine
australische Fliege!
Die Weiterfahrt in südlicher Richtung zum Ferienzentrum Cooinda kann man bei einer
Bootstour auf der seichten Lagune Yellow Water unterbrechen. Neben vielen Wasservögeln
kann man mit etwas Glück auch Salzwasserkrokodile beobachten. Besonders empfehlenswert
ist diese Tour am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn man den Sonnenauf- und
-untergang in berauschenden Farben erleben kann.
In Cooinda sollte man noch einen Blick in das Warradjan Aboriginal Cultural Centre werfen,
das einen guten Einblick in Leben und Kultur der hiesigen Ureinwohner vermittelt.
Am Abend kommt man dann wieder in der Retortensiediung Jabiru an, die für die Mitarbeiter
der nahen Ranger Uranium Mine gebaut wurde und etwa 1500 Einwohner hat. Im Besitz der
Gagudju befindet sich hier ein spektakuläres Luxushotel, das aus der Vogelperspektive wie
ein gigantisches Krokodil aussieht. |
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| Ubirr Rock |
Eindrucksvolle Felsmalereien und ein fantastischer Ausblick über die
Wetlands belohnen einen Besuch des Ubirr Rock, der besonders bei Sonnenuntergang ein
Highligt des Kakadu NP darstellt. |
| Nourlangi Rocks |
Noch eindrucksvoller sind die Aboriginal-Galerien am Nourlangie Rock 30 km
südlich des Visitor Centre, die eine Mischung aus bis zu 20.000 Jahre und etwa 1.000
Jahre alten Malereien präsentieren. |
| Jim Jim Falls |
Etwa 6 km nordöstlich von Cooinda zweigt eine 60 km lange, vor allem auf
den letzten 10 km sehr rauhe Buschpiste, die nur mit Geländewagen während der
Trockenzeit befahren werden kann, zu den Jim Jim Falls ab. Die Wasserfälle stürzen an
der Abbruchkante des Arnhem Land-Plateaus spektakulär über eine rund 200 m senkrecht
abfallende Felswand. Um vom Parkplatz zu den Fällen zu gelangen, ist ein 1 km langer,
etwas beschwerlicher Marsch über Felsbrocken erforderlich. |
| Twin Falls |
Sehr lohnend, bei ungünstiger Witterung aber nicht unproblematisch, ist
die Weiterfahrt zu den 10 km südlich gelegenen Twin Falls, die man vom Parkplatz nur
schwimmend erreichen kann (Luftmatraze kann nicht schaden). |
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Kakadu NP - Darwin |
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Auf dem Weg zurück nach Darwin lohnt beim Window on
the Wetlands Visitor Centre eine Bootsfahrt zu den »Springenden
Krokodilen« auf dem nahe gelegenen Adelaide River. Hier kann
man die riesigen Echsen ganz aus der Nähe beobachten, die in den schlammigen Fluten erst
sehr spät bemerkt werden können.
Ein 6 Meter langes Exemplar namens Hannibal wird auf ein Alter von 100 Jahre geschätzt.
Die Tiere werden angefüttert und schnellen bei ihrem Angriff aufs Futter fast ganz aus
dem Wasser heraus.
Je kleiner die Tiere sind umso weiter kommen sie heraus. Neben den Krokodilen kann man
auch Seeadler und andere Seevögel sowie die Flora der Flußlandschaft beobachten. Die
Tour dauerte gut 90 Minuten und wurde von Spectacular Jumping Crocodile Cruise
durchgeführt.
Da der Abflug nach Cairns und Townsville erst in den frühen Morgenstunden des nächsten
Tages erfolgen sollte und sich eine Übernachtung nicht so recht lohnte, hatten wir noch
genügend Zeit, um Darwin zu erkunden.
Zuerst mußte das »all you can eat« Buffet von Sizzlers in Verbindung mit einem Steak dran glauben.
Dann war noch ein Abhängen in diversen Kneipen angesagt, denn gegen Mitternacht wollten
wir mit einem Taxi zum Airport fahren, um dort zu »übernachten«. Den Mietwagen ließen wir unterwegs an der Vermietstation stehen und das
Taxi brachte uns dann weiter zum Terminal des weit vor der Stadt liegenden Flughafens. |
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| Litchfield National Park |
Etwas weiter entfernt, aber immer noch in Reichweite
eines Tagesausflugs erstreckt sich der Litchfield National Park. Ein beliebtes Ziel für
Ausflügler sind die Wangi Falls, in derem natürlichen Felsenpool man
baden und schwimmen kann. In eine wildromantische Schlucht stürzen die spektakulären Tolmer
Falls, auf die sich phantastische Blicke von einer Aussichtsplattform bieten. Zu
den Florence Falls, bei denen sich ein idyIlischer, zum Schwimmen
geeigneter Felsenpool befindet, führt der Shady Creek Walk (hin und zurück 1,8 km / 1
Std.) Nur mit einem allradgetriebenen Geländewagen und fahrerischem Geschick gelangt man
zur Lost City, einer bizarren Geisterstadt, welche die Erosion im
Sandsteinplateau der Tabletop Range geformt hat.
Bei der Anfahrt sollte man sich für die etwa 10 km lange von Norden herführende
Buschpiste entscheiden, da der aus südöstlicher Richtung kommende Track über die
historische Blyth Homestead extrem schwierig ist. |
| Jumping Crocs |
Täglich vier Kreuzfahrten auf dem Adelaide-River führt Spectacular Jumping Crocodile Cruises
durch. Die Anlegestelle ist in gut zwei Kilometer vom Visitor Centre Windows on the
Wetlands erreichbar. Dreimal täglich geht die Adelaide River Queen auf
Fahrt. Die Abfahrtstelle liegt direkt hinter der Brücke über den Adelaide River am
Westufer. |
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Darwin - Airlie Beach (2.100 km) 340 km |
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"... und dann betrachtete ich die exotische
Vegetation unter unserer wackelnden Flügelspitze. Wenn man eines endgültigen Beweises
bedarf, dass Australien ein außergewöhnlicher Teil der Welt ist, dann sollte man das
tropische Queensland besuchen. Von den fünfhundert Orten und Schauplätzen auf diesem
Planeten, die für den Status des Weltnaturerbes in Frage kommen, erfüllen nur dreizehn
alle vier UNESCO-Kriterien zur Aufnahme, und von diesen dreizehn, die ja schon etwas ganz
Besonderes sind, befinden sich vier, also knapp ein Drittel, auf dem Fünften Kontinent.
Zwei von denen wiederum, das Great Barrier Reef und die wechselfeuchten Tropen
Queenslands, lagen nun direkt unter uns. Dass zwei so einzigartige Lebensräume
aufeinander treffen, ist meines Wissens auch einmalig auf der Erde." ... |
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Townsville - Bowen - Airlie Beach |
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Da standen wir also kurz nach Mitternacht auf dem Airport von Darwin und
warteten auf unseren Flug nach Cairns, der erst 5:45 starten soll. Die Stunden wollten
einfach nicht so recht vergehen, aber allmählich kam doch etwas Bewegung im Terminal auf
und wir konnten endlich einchecken. Da hatten wir wenigstens unser Gepäck erst mal los.
Die aus Singapore kommende B474 SP von Qantas war dann wenigstens pünktlich und nach
einem knapp 2 stündigen Flug landeten wir in Cairns. Viel Verspätung hätten wir uns
auch nicht leisten können, denn bis zum Anschlußflug nach Townsville, von wo wir mit dem
Mietwagen nach Airlie Beach fahren wollten, blieb nicht viel Zeit.
Aber mein Gepäck blieb verschollen und für Nachforschungen war keine Zeit mehr! Erst in
Townsville könne man etwas für uns tun war die Aussage am »Lost and Found« Counter im
Ankunftsbereich. Da die Zeit nun wirklich knapp wurde, eskortierte man uns zu unserem
Weiterflug. Es blieb nur noch ein Fußmarsch bis zu dem kleinen Hüpfer zurückzulegen,
der die Kurzstrecke fliegen sollte.
Wie groß war dann allerdings die Freude, als mein Gepäck, ohne daß ich es einmal in der
Hand hatte, nun doch auf einem Gepäckkarren lag und mit verladen wurde. Das hob die
Stimmung natürlich gewaltig!
In Townsville konnten wir unseren Mietwagen übernehmen und auf einer uns bereits
bekannten Straße über den Bruce Highway fuhren wir die 330 km bis nach Airlie Beach
hinunter, das heißt Steffen fuhr und ich hatte alle Mühe die Augen offen zu halten.
Auf dem Big-4 Campingplatz in Cannonvale bezogen wir wieder eine schöne Hütte und
machten uns gleich mal auf den Weg nach Airlie Beach um zu sehen, was sich in den letzten
fünf Jahren so alles verändert hat.
Der Ort ist viel lebhafter geworden und verfügt seit Ende 2000 über eine künstliche
Meerwasserlagune, in der Schwimmen über das ganze Jahr möglich ist. Zur Happy Hour
genehmigten wir uns ein kühles Bier und buchten danach noch zwei Touren für die beiden
folgenden Tage: Eine Schnorcheltour ans Great Barrier Reef und einen Segeltörn zum
Whiteheaven Beach. |
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Airlie Beach Snorkeling 15 km |
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"... Und hier haben wir einen zweiten
interessanten Aspekt. Weil Schnorchler mit ausgebreiteten Armen und Beinen und dem Gesicht
ein wenig unter der Wasseroberfläche schnorcheln - in anderen Worten in der
Toten-Mann-Pose -, sieht man nie genau, wer schnorchelt und wer tot ist. Erst wenn die
Pfeife ertönt und alle rauskommen, nur nicht die eifrige, komisch reglose Gestalt, weiß
man, dass beim Abendessen einer weniger dabei sein wird." ... |
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Mit dem Jetboot zum Schnorcheln ans Bait-Reef |
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Morgens holt uns der Chef von Reef Jet persönlich ab und bringt uns nach Airlie Beach. Wir besteigen den
Katamaran und fahren in etwas mehr als einer Stunde zum Bait-Reef, einem Teil des Great
Barrier Reef Marine Park. Auf der Fahrt dorthin werden wir ausgiebig eingewiesen, wie wir
uns im Notfall bemerkbar machen sollen. Anfassen sollte schon gar nichts, denn es wimmelt
nur so an gefährlichem und hochgradig giftigem Getier wie zum Beispiel den unauffälligen
Kegelschnecken, die einem schnell den Garaus machen können.
Dann kann es losgehen und nach den Tauchern werden auch die Schnorchler zu Wasser
gelassen. Der Fischreichtum ist außerordentlich groß. Man kann eine Vielzahl von
Papageienfischen und anderen Korallenfischen beobachten. Auch ein paar große Barsche
halten sich hier auf, denn es gibt immer was zu »naschen«. Fat Arthur läßt sich sogar
für einen Leckerbissen streicheln. Er schwimmt permanent am Heck des Schiffes und ist
mindestens einen Meter lang und uach fast so hoch.
Bei meinem zweiten Schnorchelgang hatte ich das Glück, einen Riffhai zu sehen, der etwa
20 m entfernt an mir vorbeischwamm. Und dann waren da noch die schönen Korallen und die
Schildkröten und und und ...
Steffen brach seinen zweiten Schnorchelgang ab - zuerst dachte ich, er hätte den Hai auch
gesehen, aber er sichtete Quallen und verließ zur Vorsicht das Wasser. Allerdings soll es
am Riff keinen Jellyfish geben, die Art von Quallen, nach deren Berührung man ganz
jämmerlich sterben kann.
Zum Abschluß des gelungenen Tages gab's noch ein gutes Dinner und ein paar Bierchen zum
Nachspülen. |
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| Reef Jet |
Reef Jet hat
Schnorchel- und Tauchtouren zum Bait-Reef im Great Barrier Reef Marine Park in sein
Programm aufgenommen. |
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Airlie Beach Sailing 15 km |
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Segeltörn mit der MAXI Ragamuffin |
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Als wir vor fünf Jahren einen Flug zum Schnorcheln ans Outer Reef
durchführten, überflogen wir auf dem Rückweg einen ganz markanten Punkt der Whitsunday
Islands - Whiteheaven Beach.
Der Blick von oben auf die Buchten mit dem blendend weißen Sand war so faszinierend, daß
wir bei unserem diesjährigen Australienbesuch einen Segeltörn dahin machen wollten.
Nach der Lektüre diverser Prospekte fiel die Wahl auf die »MAXI Ragamuffin«, eine 80ft
Yacht, die bereits erfolgreich die Regatta Sydney-Hobart gesegelt ist.
Nach der Abholung am Campingplatz wurden wir bis Shute Harbour gefahren, wo das Boot vor
Anker lag. Die Kleiderordnung sah Schuhe mit weißer Sohle vor: Die hatten wir natürlich
nicht - also war Barfuß angesagt, bei den hier herrschenden Temperaturen kein Problem.
Nach einem Kaffee wurden für das erste Segelmanöver Freiwillige gesucht, die sich auch
schnell meldeten. Ich hielt mich lieber etwas im Hintergrund, denn vor fünf Jahren auf
der »Gretel« hatte ich die Ehre fast alle Manöver mitmachen zu dürfen. Das war für
uns Ungeübte eine ziemliche Plackerei und die wollte ich mir nicht wieder antun. Es
machte auch mehr Spaß, die Gesichter der Freiwilligen zu beobachten, die das riesige
Segel setzen mußten. Nach den ersten Metern 10 Metern, die das Segel am Mast empor stieg,
erstarb den Meisten das Lachen auf den Lippen! Ich kann gleich an dieser Stelle sagen -
beim nächsten Segelmanöver gab es keine Freiwilligen mehr...
Nach 1½ Stunden erreichten wir an South Molle und Hamilton Island vorbeisegelnd dann
Whiteheaven Beach, die Bucht mit dem blendend weißen Sandstrand.
Die Kontraste sind der blanke Wahnsinn: Kristallklares Wasser, weißer Strand und blauer
Himmel. Leider war das Baden nicht empfohlen, da bereits mit den gefährlichen Box
Jellyfish gerechnet werden muß. Und dieser kann jedem Badespaß ein jähes Ende bereiten.
Wer mit den bis zu 5 m langen Tentakeln in Berührung kommt muß Höllenqualen aushalten,
die nicht selten zum Tod durch Atemlähmung oder Herzstillstand führen können.
Also bleiben wir eben draußen, auch wenn es noch so verlockend ist. Wir bummeln am Strand
herum und vergessen darüber ganz und gar den dargebrachten Lunch.
Also geht es letzen Endes mit knurrenden Magen wieder nach Shute Harbour zurück. In
Airlie Beach finden sich dann aber genügend Möglichkeiten, etwas gegen den drohenden
Hungertod zu unternehmen. |
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| MAXI Action |
Auf zwei Touren kann man mit der MAXI Ragamuffin durch die Inselwelt der Whitsundays segeln. Eine Tour
führt zur Blue Pearl Bay, wo Schnorcheln und Tauchen auf dem Programm steht. Die andere
Tour geht an den Whitheaven Beach. Hier ist Relaxen angesagt oder man kann sich beim
Strandvolleyball verheizen. Dazu gibts bei beiden Touren ein Dinner. Die Touren starten
außer Freitags. |
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Airlie Beach - Sydney 40 km (1.800 km) |
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Airlie Beach - Proserpine - Brisbane - Sydney |
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Da unser Flieger nach Sydney erst 14:35 startet, haben wir noch Zeit für
einen kleinen Abstecher nach Airlie Beach. Allerdings müssen wir gegen Mittag den
Mietwagen abgeben und wegen einer Stunde einen Tag nachbezahlen wollen wir auch nicht.
Also halten wir uns nicht lange auf und fahren dann die 40 km bis nach Proserpine. Der
Mietwagenschalter ist allerdings verwaist: Also hätten wir wieder mal keine Hektik machen
brauchen. Dafür will man uns überreden, einen anderen Flug ab Mackay nach Sydney zu
nehmen, da unserer überbucht ist. Doch da hätten wir mehr als eine Stunde verloren. Also
warteten wir lieber und kamen dann auch mit nicht allzuviel Verspätung in Brisbane und
später in Sydney an.
Mit einem Shuttle für 7 A$ wurden wir direkt vor dem IBIS World Square Hotel abgesetzt.
Nach dem Check-in schlenderten wir noch nach Darling Harbour und weils so schön war
gleich bis zur Harbour Bridge weiter. Vor der Oper standen ein Haufen Buden, wo es
überall lecker roch. Also war für die Gaumenfreuden auch noch gesorgt. |
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Sydney |
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"...Das Opernhaus ist ein herrliches
Gebäude, und ich will es auch gar nicht mehr mies machen, aber mein Herz gehört der
Harbour Bridge. ... Vom einen Ende zum anderen mißt sie 503 Meter. Das erwähne ich nicht
nur, weil ich jeden davon gelaufen bin, sondern weil der Zahl auch etwas Bitteres
anhaftet. Als die Bürger der Stadt 1923 beschlossen, eine Brücke über den Hafen zu
bauen, sollte das nicht irgendeine sein, sondern die längste Einbogenspannbrücke, die je
errichtet worden war. Für ein junges Land war das ein kühnes Unterfangen und dauerte
länger als erwartet, fast zehn Jahre. Doch kurz bevor sie fertig gestellt war, wurde die
Bayonne Bridge in New York ohne großes Trara eröffnet und war - 63,6 Zentimeter (gleich
0,121 Prozent) länger. Dies trug natürlich nicht besonders zur Stärkung des
australischen Selbstbewusstseins bei." ... |
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Trotz der riesigen Ausdehnung von Sydney kann man den touristisch
interessanten Kern relativ leicht zu Fuß erkunden. Als Ausgangspunkt bietet sich der
Circular Quay an, der Dreh- und Angelpunkt des Fährbetriebs im Port Jackson ist. Dieser
attraktive Naturhafen, der eine der weltweit größten Freizeitflotten beherbergt,
verleiht der Metropole ihre einmalige Schönheit und ihren hohen Freizeitwert.
Nur einige Schritte von der Anlegestelle der Hafenfähren entfernt schlägt das
historische Herz der Stadt - The Rocks, die älteste städtische Ansiedlung in Australien.
Als Ausgangspunkt für einen etwa zweistündigen Rundgang durch das historische Viertel
empfiehlt sich das Rocks Visitors Centre in der George Street.
Über die George Street, in der samstags und sonntags ein bunter Straßenmarkt abgehalten
wird, gelangt man, vorbei an den Metcalfe Stores und dem schräg gegenüberliegenden
Mercantile Hotel, zum Geological and Mining Museum. Vom nahegelegenen Dawes Point Park, in
dem sich einst eine Geschützbatterie befand, bietet sich ein schöner Blick auf das
Opernhaus. Der schmale Gloucester Walk führt zum Argyle Centre, einer Anlage aus vier
restaurierten Lagerhäusern, die zwischen 1826 und 1888 errichtet wurden.
Beim Rundgang durch die Altstadt hat man fast immer eines der Wahrzeichen von Sydney im
Blick - die 1932 eingeweihte Harbour Bridge. Die wegen der Kleiderbügelform auch
liebevoll Coat hanger genannte Einbogenspannbrücke verbindet die City mit den nördlichen
Stadtteilen. Über die von rund 1400 Arbeitern in sechs Jahren errichtete
Stahlkonstruktion, die eine Gesamtlänge von 1149 m und eine Breite von 48 m hat,
verlaufen acht Autospuren, zwei Bahnlinien sowie zwei Fuß- und Radwege.
Einen ausgezeichneten Blick auf Hafen und Oper hat man vom Fußweg auf der Brücke sowie
vom 89 m hohen südöstlichen Pylon (Zugang von der Cumberland Street in The Rocks).
Dieser Pfeiler, wie seine drei Pendants angeblich ohne statische Funktion und nur optische
Verzierung, birgt im Innern eine Ausstellung über den Bau der Brücke. Der Eintritt von
derzeit 5 A$ lohnt den Besuch allemal - wer 120 A$ mehr hat kann auch mit einer Führung
über den höchsten Punkt der Brücke klettern.
Am Fuße des Observatory Park steht das 1834 errichtete Lord Nelson Hotel, die älteste
Kneipe von Sydney. Hier kann man erst mal einen Pitstop einlegen.
Auch für den Rundgang durch die quirlige Downtown ist der Circular Quay, an dem
Straßenmusikanten und andere Künstler häufig bis tief in die Nacht für Stimmung
sorgen, der ideale Ausgangspunkt. Von dort führt eine überdachte Uferpromenade entlang
der Sydney Cove zum Bennelong Point. Auf dem knapp 2 ha großen Areal präsentiert sich in
fotogener Pose die Segel-Architektur des Sydney Opera House. |
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Sydney - Die heimliche
Hauptstadt |
Die meisten Globetrotter sind sich wohl einig: Sydney, das für viele
Australier nicht nur die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales, sondern die
heimliche Kapitale des Fünften Kontinents ist, gehört zu den schönsten Metropolen der
Welt. Die traumhafte Lage an verästelten Buchten und auf grünen Hügeln sucht rund um
den Globus ihresgleichen.
Weltweit hat kaum eine andere Großstadt so viele Strände und Parks im Stadtgebiet wie
Sydney. Dazu kommt ein rund ums Jahr sonniges und warmes Klima. Kein Wunder also, daß
sich Sydney nicht nur als geschäftige Metropole, sondern auch als Erholungsort
präsentiert, daß die Stadt vor Lebendigkeit und Lebenslust sprüht. Dazu hat sich in den
Nachkriegsjahrzehnten, in denen sich die Bevölkerung mehr als verdoppelte, eine
kosmopolitische Atmosphäre gesellt. Einwanderer aus aller Welt sorgen für
multikulturelle Farbtupfer.
Mit rund 3,7 Mio. Einwohnern ist Sydney die größte Stadt des Fünften Kontinents. In den
Vierteln und Vororten der Metropole, die knapp fünfmal so groß ist wie Berlin, leben
über 20 % aller Australier. Sydney ist das bedeutendste Industrie-, Handels- und
Finanzzentrum Australiens sowie der kulturelle Mittelpunkt. |
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Sydney - Seoul - Frankfurt (16.500 km) |
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"...Die Welt hat nicht viele feinere Plätze
zu bieten als den Circular Quay in Sydney an einem Wochentagmorgen bei Sommerwetter.
Zunächst einmal bekommt man hier einen der großartigsten Ausblicke der Erde geboten.
Rechts, fast schmerzlich glänzend in der Sonne, steht das berühmte Opernhaus mit seinem
kecken, kompromisslose kantigen Dach, links die fantastische, elegante Harbour
Bridge." ... |
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Nur wenige Schritte genügen, um vom Trubel am Opernhaus in die
Parklandschaft der Royal Botanic Gardens zu gelangen. Der von einem verzweigten Wegenetz
durchzogene Park birgt ein weites Spektrum seltener einheimischer und importierter
Pflanzen. Im Norden werden die Botanischen Gärten von dem Government House bewacht.
Den Mittelpunkt der City erreicht man in der Nähe des Martin Place. Dort haben
Stadtplaner eine Fußgängerzone eingerichtet, die an Wochentagen in der Mittagszeit zum
Dorado für die Angestellten der umliegenden Banken und Büros wird.
Südlich des Queens Square erstreckt sich der Hyde Park. Im Park erinnern die Archibald
Memorial Fountain an die australisch-französische Waffenbrüderschaft und das Anzac War
Memorial in dem künstlich angelegten Lake of Reflection an die beiden letzten großen
Kriege des 20. Jahrhunderts. Westlich des Hyde Park ragt der 325 m hohe Sydney Tower in
den Himmel empor.
Jenseits der Liverpool Street erstreckt sich dann Chinatown. Hinter den farbenprächtigen
Pagodeneingängen pulsiert geschäftiges Treiben. In zahlreichen Restaurants kann man eine
kulinarische Reise durch alle Regionen Chinas machen. Westlich der Chinatown liegt das
riesige Sydney Entertainment Centre, die erste Adresse für Rock- und Popkonzerte.
Darling Harbour war vor wenigen Jahren noch ein schmuddeliges Hafenviertel. Mit riesigem
Aufwand wurde der verlotterte Hinterhof von Sydney in eine glitzernde Mischung aus
Freizeitpark, Shopping Mall und Kulturzentrum verwandelt. Über eine Monorail ist es mit
dem Zentrum verbunden. Hier kann man außerdem das National Maritime Museum und das Sydney
Aquarium besuchen.
Wer dann noch nicht genug hat, kann sich auf den Weg nach Manly machen, das nach einer
halben Stunde Fährfahrt erreicht ist. An dem schönen Strand kann man Spazieren gehen,
Baden oder Wellenreiten.
Und dann kommt auch schon die Stunde des Abschieds. Mit dem Taxi geht es zum Airport und
einen Tage später ist man dann auch schon wieder in Deutschland. |
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