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| Anreise | |
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| International |
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| Flugzeiten |
Frankfurt - Bali: 14h 45min (reine Flugzeit über Hong-Kong) |
| Flugzeug |
Die nationalen Fluggesellschaften sind Garuda Indonesia
(Internet: www.garuda-indonesia.com),
Merpati Nusantara Airlines (MZ) und Buraq. Lufthansa, Cathay Pacific (Internet: www.cathaypacific.com), Malaysia
Airlines, Singapore Airlines (Internet: www.singaporeair.com)und Thai Airways International fliegen mehrmals
wöchentlich von Frankfurt/M. nach Indonesien, je nach Fluglinie mit Zwischenlandungen in
Bangkok, Hongkong, Kuala Lumpur und Singapur. |
| Flughäfen |
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Jakarta (CGK)
Soekarno Hatta International |
Er liegt 20 km nordwestlich der Stadt (45 Min. Fahrzeit).
Taxistand, Post (08.00-14.00 in Zone B, 08.00-19.00 in Zone D), Banken, Duty-free-Shops,
Restaurants, Mietwagenschalter, Tourist-Information, Geschäfte und eine medizinische bzw.
Impfungseinrichtung, die 24 Stunden geöffnet ist. Busverbindung zur Stadt, (Flughafenbus:
Fahrtzeit 60 Min). Weitere Busverbindungen zum Flughafen vom Jakartaer Bahnhof Gambir und
von den Busbahnhöfen Rawamangun und Blok M. Ein Zubringerbus fährt zu Jakartas zweitem
Flughafen Halim Perdana Kusuma(HLP), 13 km südöstlich der Stadt (Fahrzeit 45 Min.).
Taxis fahren ins Stadtzentrum (Fahrtzeit 45 Min.) |
Denpasar (DPS)
Ngurah Rai |
Er liegt 13 km südwestlich der Stadt und ist der
Hauptflughafen Balis (Fahrzeit 15 Min.). Duty-free-Shop, Post, Restaurants, Geschäfte,
Tourist-Information und Mietwagenschalter. Busse fahren zwischen 04.00 und 22.00 Uhr alle
5 Minuten zur Stadt (Fahrtzeit 30 Min.). Rückfahrt vom Busbahnhof Jegal in der Jalan Imam
Bonjal. Taxis fahren nach Denpasar, Kuta, Legian, Nusadua und Sanur. |
| Flughafengebühren |
100.000 Rp für die Flughäfen Jakarta oder Denpasar, bis zu
100.000 Rp für andere Flughäfen; ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren und
Transitpassagiere. |
| Schiff |
Internationale Häfen s. o. Schnellfähren verkehren
regelmäßig zwischen Belawan (Sumatra) und Penang in West-Malaysia. Es gibt auch
Fährverbindungen zwischen Mandalo (Sulawesi) und den Philippinen |
| Passagierlinien |
Cunard, Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, Norwegian American, Orient
Lines, Peter Deilmann, P&O, Radisson Seven Seas, Royal Viking und Windjammer Cruises. |
| Bahn |
Züge der National Railroad of Indonesia verkehren täglich
zwischen Belawan (Sumatra) und Penang (West-Malaysia). |
| Bus/Pkw |
Indonesiens einzige internationale Landesgrenzen befinden
sich zwischen Kalimantan und den malaysischen Bundesstaaten Sarawak und Sabah auf der
Insel Borneo und zwischen West Papua (Irian Jaya) und Papua-Neuguinea. Es gibt keine
Straßenverbindungen nach Sabah; die wenigen, schlecht instandgehaltenen Straßen nach
Sarawak sind nicht für die Einreise nach Indonesien anerkannt. |
| National |
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| Sicherheit |
Das Sicherheitsrisiko ist wegen der gestiegenen
Kriminalitätsrate für Individualtouristen größer als für Reisende, die Indonesien im
Rahmen eines Pauschalangebotes besuchen. Reisen in das Gebiet Papua, die Provinz Aceh
(Nord-Sumatra), nach Sulawesi und auf die Molukken sollten nicht unternommen werden |
| Flugzeug |
Indonesien hat ein gutes nationales Flugnetz, das die meisten
größeren Städte mit Jakarta verbindet. Inlandsflüge starten von Terminal 1 von
Jakartas Soekarno Hatta International. Bouraq Indonesia Airlines (BO), Garuda Indonesia
(GA), und Merpati Nusantara Airlines (MZ) (Internet: www.merpati.co.id) betreiben den Inlandflugverkehr.
Der Asean Air Pass bietet Ermäßigungen auf Inlandflügen. Der Paß ist nur außerhalb
Indonesiens erhältlich und je nach Preis für Besuche von 1-5, 2-10 oder 3-35 Städten
gültig. Weitere Auskünfte erteilt Garuda Indonesia. |
| Flughafengebühren |
11.000 Rp von Jakartas Soekarno Hatta International, 9.000 Rp
von allen anderen Flughäfen. Ausgenommen sind Kinder unter 2 Jahren. |
| Schiff |
Es gibt Fährverbindungen nach Sumatra, Sulawesi und
Kalimantan. Eine regelmäßige Fährverbindung besteht zwischen Ketapang (Java) und
Gilimanuk (Bali). Die staatliche Reederei PELINI läuft mit ihren sechs modernen Fähren
alle größeren Häfen Indonesiens an. Luxuskreuzfahrten werden zu verschiedenen Zielen
angeboten, u.a. von Bali aus zu den östlichen Inseln. |
| Bahn |
Das indonesische Eisenbahnnetz umfaßt etwa 7000 km
Schienenweg auf Sumatra, Madura und Java. Auf Sumatra bestehen Zugverbindungen zwischen
Belawan, Medan und Tanjong Balai/Rantu Prapet im Norden (2-3 x täglich) und Palembang und
Panjang im Süden (3 x täglich). Ein ausgedehntes Bahnnetz steht auf Java zur Verfügung.
Es gibt mehrere Expreßverbindungen; der Bima Express, der Speise- und Schlafwagen hat,
verbindet Jakarta mit Surabaya. Es gibt drei verschiedene Klassen, die 1. Klasse
(Eksekutif) ist grundsätzlich klimatisiert, und eine Mahlzeit wird angeboten. Abteile der
2. Klasse (Bisnis) haben zumeist Ventilatoren |
| Bus/Pkw |
Etwa die Hälfte des über 378.000 km umfassenden
Straßennetzes ist asphaltiert. Java hat das beste Straßennetz; Bali und Sumatra folgen
an zweiter Stelle. Der Straßenzustand auf den anderen Inseln ist zum Teil ungenügend.
Auf einigen Hauptstraßen besteht Mautpflicht. Linksverkehr. Bus: Fernbusse verkehren
zwischen den meisten Städten, für umständliche Fahrten mit mehrmaligem Umsteigen muß
man allerdings oft mehr als einen Tag berechnen. Die Fahrt mit dem Bus von Jakarta nach
Bali dauert 2 Tage. Öffentliche Busse sind oft überfüllt, allerdings betreiben
Privatfirmen auf vielen Strecken auch bequemere Reisebusse, für die die Karten zumeist am
Vortag gebucht werden müssen. Kleine Mahlzeiten sind auf Langstrecken oft im Preis
inbegriffen, und viele dieser Privatbusse bieten Klimaanlage, Video und WC. Bis
Malam-Nachtbusse, Bemos und Colts (Minibusse) stehen an Hotels, Flughäfen, in Städten
und Touristengebieten zur Verfügung. Taxis sind in allen kleinen und großen Städten zu
finden nur wenige haben Taxameter. Aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, Taxis beim
Hotelempfang oder telefonisch bei einem Taxiunternehmen zu bestellen, und sie nicht auf
offener Straße herbeizurufen. In vielen Städten verkehren außerdem Becaks
(Fahrrad-Rikschas) und Bajajs (Motor-Rikschas), die für Einzelfahrten oder stundenweise
gemietet werden können. Becak- und Bajaj-Fahrpreise müssen im voraus ausgehandelt
werden. Mietwagen: Werden von einheimischen Firmen angeboten. Wagen mit Fahrer,
Motorräder und Fahrräder können stunden- oder tageweise zum Fixpreis gemietet werden.
Unterlagen: Internationaler Führerschein. |
| Stadtverkehr |
Jakarta ist die einzige Stadt des Landes mit einem gut
funktionierenden Linienbusnetz. Hier fahren Doppeldeckerbusse. In Jakarta verkehren auch
Bajaj (motorisierte, dreirädrige Gefährte mit Platz für zwei Fahrgäste), die
stundenweise oder für Einzelfahrten mietbar sind. Der Preis sollte vor Fahrtantritt
vereinbart werden. Außerdem verkehren Taxis, Becaks und Minibusse |
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| Bali | |
| Die einmalige Landschaft Balis, Insel der Götter genannt, besteht aus
vulkanischen Bergen, Seen und Flüssen, Reisterrassen, riesigen Obst- und Palmenplantagen
und an der Küste aus stillen Buchten mit feinsandigen Stränden. Obwohl die Insel nur
5633 qkm groß ist, hat sie ca. 3 Mio. Einwohner. Im Gegensatz zum übrigen Indonesien
sind die Einwohner hier Anhänger des Agama-Hinduismus, einer Variante des Hinduismus.
Eine vulkanische Bergkette zieht sich von Ost nach West quer über die Insel. Der
kegelförmige Gipfel des mächtigen Gunung Agung (Heiliger Berg) erhebt sich 3170 m über
dem Meeresspiegel. Nördlich der Bergkette werden Kokosnüsse, Kaffee, Kakao, Nelken und
Gemüse angebaut, wo immer der Boden es zuläßt. Die bekanntesten Urlaubsgebiete und der
internationale Flughafen liegen im Süden, in der Gegend um Kuta, Sanurund Benoa sowie
Nusa Dua jenseits der schmalen Landenge auf der Halbinsel Bukit Badung. Der Nordwesten
Balis ist Naturschutzgebiet, das man auf geführten Tagesausflügen erkunden kann.
Auf Bali gibt es tausende von Tempeln, vom großen Heiligen Tempel bei Besakih bis hin zu
unzähligen kleinen Dorfaltaren. Allabendlich finden Tempelprozessionen statt, zu denen
Balinesen traditionelle Sarongs (ein um die Hüfte geschlungener, bunter Rock) anziehen
und bunte, sorgsam bereitete Opfergaben aus Früchten und Blüten für die Götter
mitbringen. Auch Touristen dürfen zuschauen, sollten jedoch ebenfalls mit Sarongs
bekleidet sein. Zu besonderen Festtagen, zu denen auch Kremationen zählen, werden große
Prozessionen mit Tänzen und besonders prunkvollen Opfergaben abgehalten.
ist die Inselhauptstadt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Bali-Museum, das Zentrum
Moderner Kunst und das international bekannte Kerawitan-Konservatorium, eines der
Hauptzentren balinesischen Tanzes. Absolut unvergleichlich, besonders bei Sonnenuntergang,
ist der MeerestempelvonTanah Lot an der Westküste, unweit von Kediri. In Mengwi liegt der
malerische Königstempel Pura Taman Ayun aus dem 17. Jahrhundert. Der heilige Affenwald
bei Sangeh, 20 km nördlich von Denpasar, ist ein Waldschutzgebiet, in dessen Mitte sich
ein Tempel befindet. Von den Hindus als heilige Tiere verehrt und an Touristen gewöhnt,
sind die Affen recht dreist und manchmal aggressiv. Beim Besuch einer der Affenwälder
Balis empfiehlt es sich, Brillen, Schmuck und Kameras vor dem Zugriff der neugierigen
Primaten in Sicherheit zu bringen.
Den in einer unberührten Gebirgslandschaft gelegenen Bratan-See mit dem Ulu
Danu-Wassertempel kann man über eine Straße von Bedugul aus erreichen. Das Dorf Ubud ist
Mittelpunkt der beachtlichen Künstlergemeinschaft Balis. In einem herrlichen Garten mit
Lotosteich steht das Puri-Lukisan-Museum (Palast der Schönen Künste) mit einer
vielfältigen Sammlung von Skulpturen und Bildern sowohl alter als auch zeitgenössischer
Stilrichtungen. Sehenswert ist auch das Neka Art Museum, in dem von Bali inspirierte
Gemälde einheimischer und internationaler Künstler zu sehen sind. Kamasanin der Nähe
von Klungkung ist eine weitere Künstlergegend. Bedeutende Kunstgewerbezentren sind Celuk
(Silberarbeiten), Mas (Holzarbeiten und Möbel) und Batubulan (Steinskulpturen). Der
Eingang der riesigen Goa Gaja (Elefantenhöhle) in der Nähe von Bedulu ist mit
steingemeißelten Reliefs von Dämonen, Tieren und Pflanzen verziert, gekrönt durch den
Kopf eines schauerlichen Ungeheuers. Die Heiligen Quellen vonTampaksiring sollen heilende
Kräfte haben und ziehen alljährlich zahlreiche Besucher an. Penelokan bietet einen
vortrefflichen Blick auf die schwarzen Lavaströme des Mount Batur. Man kann auch über
den Batur-See fahren, um den Krater aus nächster Nähe zu besichtigen. Pura Besakih ist
Balis Muttertempel aus dem 10. Jahrhundert, hoch an den Hängen des Gunung Agung. Er
gehört zu einer großen Tempelanlage mit über 30 Tempeln, die Schauplatz vieler
aufwendiger und prunkvoll gefeierter Feste und Jahrmärkte ist.
Klungkung ist die alte Hauptstadt der mächtigen Gelgel-Königsdynastie. Sehenswert ist
der von einem Wassergraben umgebene, historische Gerichtshof, dessen Decken- und
Wandgemälde Strafszenen aus Hindu-Legenden darstellen. Padangbai, ein wunderschönes,
tropisches Städtchen an der Ostküste Balis mit üppiger Vegetation hinter dem weißen
Sandstrand, ist der Anlaufhafen für Kreuzschiffe auf Bali. Goa Lawah (Fledermaushöhle)
mit ihren in den Fels gehauenen Altären macht ihrem Namen alle Ehre als heilige Zuflucht
für unzählige Fledermäuse. Kusambe ist ein Fischerdorf mit schwarzem Sandstrand. Die
Insel Serangan liegt südlich von Sanur und ist wegen der hier gehaltenen Schildkröten
auch als Schildkröteninsel bekannt. Alle sechs Monate findet hier ein großes
Erntedankfest statt, zu dem sich Zehntausende einfinden. Im noch wenig touristisch
erschlossenen Norden Balis locken graue Lavasandstrände bei Lovina, das Städtchen
Singaraja mit Gebäuden aus der Kolonialzeit, der Pura Beji-Tempel in Sangsit mit schönen
Skulpturen, Balis einziger Buddhatempel und der beeindruckende Wasserfall bei Gitgit. | |  | | |
| Essen und Trinken | |
| Indonesische Gewürze machen die einheimische Küche, deren Grundlage Reis
(nasi) ist, unvergleichlich. Es gibt unzählige Spezialitäten, u. a. Rijstafel
(indonesisch-niederländische Mischung aus einer Vielzahl von Fleischsorten, Gemüse,
Salaten, Fisch und Curry), Sate (pikant gewürztes, gegrilltes Rindfleisch, Fisch,
Schweinefleisch, Hähnchen oder Lamm am Spieß mit Erdnußsoße), Ayam Ungkap (Java; in
Öl fritiertes, mariniertes Hähnchenfleisch), Ikan Acar Kuning (Jakarta; leicht
marinierter Bratfisch mit einer Soße aus eingelegten Gewürzen), SotoAyam (Suppe mit
Klößchen, Gemüse und Huhn), Gado-Gado (Java; Salat aus rohen und gekochten Gemüsen mit
Kokosmilch- und Erdnußsoße), Pempek (Palembang; fritierte Fischbällchen in warmer
süßsaurer Essigsoße), Babi Guling (gebratenes Spanferkel) und Opor Ayam (gekochtes Huhn
in mild gewürzter Kokosmilch). Fisch und Meeresfrüchte sowie tropisches Obst runden das
Speisenangebot ab.
Indonesier mögen ihr Essen sehr gut gewürzt, feuerscharf sind vor allem die kleinen
roten und grünen Pfefferschoten, die man häufig in Salaten oder Gemüsen findet. In
Restaurants, die an ausländische Touristen gewöhnt sind, ist man jedoch meist auf deren
Geschmack eingerichtet. Experimentierfreudige Besucher probieren auch die Spezialitäten
der vielen Straßenstände (Warungs). Manche Warungs sind feststehend und haben Tische mit
Bänken, an die sich die Gäste setzen können, und bieten z. B. Nasi Goreng (Bratreis mit
Gemüse) oder Mie Goreng (gebratene Nudeln) und Getränke an, andere Warungs bestehen nur
aus einer größeren Glas- und Holzkiste auf Rädern und sind beispielsweise spezialisiert
auf Tahu (Tofu, Sojabohnenkäse) oder Tempe Goreng (Gericht aus fritierten, fermentierten
Sojabohnen), Sate, Obst oder Süßigkeiten. Fast jede Geschmacksrichtung internationaler
Küche ist in Jakarta vertreten.
Getränke: Einheimisches (z.B. Bintang) und importiertes Bier ist in fast jedem Restaurant
erhältlich, in den größeren Restaurants gibt es auch Spirituosen. Alkoholische
Spezialität Balis ist der Reiswein Brem, in Süd-Sulawesi gibt es den hochprozentigen
Tuak. Tee und Kaffee werden zumeist schwarz und süß getrunken. Überall in Indonesien
werden viele verschiedene, äußerst schmackhafte Fruchtsäfte angeboten, z. B. Ananas-,
Papaya- Avocado- und Duriansaft. | |  | | |
| Generelles | |
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| Fläche |
1.912.988 qkm. |
| Bevölkerungszahl |
231.328.092 (2002) |
| Bevölkerungsdichte |
12,1 pro qkm. |
| Hauptstadt |
Jakarta (Java). Einwohner: 9.341.400 (1996) |
| Staatsform |
Präsidialrepublik seit 1945. Verfassung von 1945, letzte
Änderung 1969. Zweikammerparlament: Abgeordnetenhaus mit 500 Mitgliedern und Beratende
Volksversammlung mit 700 Mitgliedern. Staatsoberhaupt und Regierungschefin: Megawati
Soekarnoputri, seit 2001. Vizepräsident: Hamzah Haz, seit 2001. Unabhängig seit 1949
(ehemalige niederländische Kolonie). |
| Sprache |
Amtssprache ist Bahasa-Indonesisch. Jede ethnische Gruppe hat
ihre eigene Sprache. Es werden rund 250 Sprachen und Dialekte gesprochen. Englisch,
Niederländisch und Arabisch sind Schulpflichtsprachen. Die ältere Generation spricht
eher Niederländisch als Zweitsprache, die jüngere eher Englisch. |
Religion
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88% Muslime, 10% Christen, 2% Hindus (vor allem auf Bali), 1%
Buddhisten sowie Anhänger von Naturreligionen in abgelegenen Regionen. |
| Netzspannung |
220 V, 50 Hz, in ländlichen Gegenden zuweilen auch 110 V, 50
Hz |
| Telefon |
Internationale Direktdurchwahl in den größeren Städten.
Selbst in kleineren Städten gibt es Telefonbüros, von denen man problemlos ins Ausland
telefonieren kann. Viele Hotels verfügen über öffentliche Telefone, die Telefonkarten
oder Kreditkarten akzeptieren. Landesweit gibt es Telekommunikationszentren, warung
telekomunikasi (WARTEL), in denen internationale Anrufe getätigt und empfangen werden
können. Rufnummern für Notfälle sind: 110 (Polizei), 118 (Ambulanz für
Verkehrsunfälle), 119 (Notarzt) oder 113 (Feuerwehr) |
| Landesvorwahl |
62 |
| Ortsnetzkennzahlen |
Bandung 022, Jakarta 021, Medan 061 und Surabaya 031 |
| Mobiltelefon |
GSm 900/1800. Mobilfunkgesellschaften sind PT Indosat
(Internet: www.indosat-m3.com),
PT Natrindo Telepon Seluler (Internet: www.lippotel.com),
PT Excelcomindo (Internet: www.excelcom.co.id),
PT Satelindo (Internet: www.satelindo.co.id)
und Telcomsel (Internet: www.telkomsel.com) |
| Internet/E-Mail |
Hauptanbieter sind Indosat (Internet: www.indosat.net.id) und Indobiz
(Internet: www.indobiz.com). In allen
größeren indonesischen Städten und in den Touristengegenden auf Bali gibt es
Internetcafes |
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| Geografie | |
| Indonesien besteht aus den sechs Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java,
Bali, Kalimantan (Teil von Borneo) und West Papua (Irian Jaya, westliche Hälfte
Neuguineas) und 30 kleineren Archipelen. Insgesamt besteht Indonesien aus über 13.000
Inseln, von denen 6000 unbewohnt sind, die sich über 5150 km erstrecken und in der
Vulkanzone mit über 300 zumeist erloschenen Vulkanen liegen. Landschaftlich gesehen sind
die Inseln recht unterschiedlich; einige haben Berge oder Hochebenen, andere bestehen aus
flachen Küstenebenen und Schwemmland. | |  | | |
| Jakarta | |
| Die Hauptstadt Jakarta bietet eine faszinierende Mischung verschiedenster
Einflüsse. Sehenswert ist die Altstadt mit Bauwerken aus der niederländischen und
portugiesischen Kolonialzeit. Das Nationaldenkmal erhebt sich 140 m über dem
Merdeka-Platz und ist mit einer vergoldeten Flamme gekrönt. Das Central Museum hat eine
gute völkerkundliche Abteilung und zeigt u.a. Skulpturen aus vor-hinduistischer Zeit. Die
Portugiesische Kirche mit der riesigen niederländischen Pumporgel (1695) ist ebenfalls
einen Besuch wert. Die moderne Istiqlal-Moschee im Zentrum der Stadt ist eine der
größten der Welt. Sehenswert sind auch der Antiquitätenmarkt in der Jalan Surabaya
(Surabaya Straße) und die unzähligen Batikfabriken im Karet-Viertel. Im Südosten der
Stadt liegt Taman Mini Indonesia Indah, ein 100 Hektar großer Themenpark, der einen
Überblick über die kulturell teilweise sehr unterschiedlichen 26 indonesischen Provinzen
bietet. Jede Provinz ist in Taman Mini durch ein maßstabsgetreues Haus im jeweiligen
traditionellem Baustil vertreten, in den Häusern werden auch Austellungen traditioneller
Kleidung und Handwerkskünste der jeweiligen Region gezeigt. Die meisten Häuser bieten
auch kulturelle Vorführungen an, einen Veranstaltungskalender ist bei der
Tourist-Information erhältlich. Das Jakartaer Kulturzentrum gehört zu den größten in
Südostasien.
180 km von Jakarta entfernt liegt Bandung, die Hauptstadt West Javas und drittgrößte
Stadt in Indonesien. Wegen seines europäischen Ambientes, des angenehmen Klimas und der
vielen Parks und Gärten wurde Bandung in kolonialen Zeiten auch 'das javanische Paris'
genannt. Viele Wohnviertel sind auch heute noch durch die niederländische
Kolonialarchitektur geprägt. Bandung ist heute vornehmlich ein Wissenschafts- und
Wirtschaftzentrum. Mehrere Universitäten und technische Institute sind hier angesiedelt,
unter anderem das bekannte Institut Teknologi Bandung (ITB). 1955 war Bandung Gastgeber
der Afro-Asian Conference. Neben Wirtschaft und Wissenschaft bietet Bandung jedoch auch
hervorragende Einkaufsmöglichkeiten, besonders für Schuhe, Textilien und Kleider. In der
Jalan Cihampelas, auch 'Jeans Street' genannt, werden alle Arten von Jeans und T-Shirts
angeboten. Es gibt eine Reihe von modernen Einkaufszentren, das größte und bekannteste
ist das Bandung Indah Plaza.
Der 1755 gegründete Stadtstaat Yogyakarta (oft auch Yogya genannt) liegt in Zentraljava
und ist eines der wichtigsten Kulturzentren in Java. Die traditionellen javanesischen
Künste sind hier festverwurzelt, und Yogyakarta beherbergt mehrere Kunst- Musik- und
Tanzhochschulen, sowie die prestigereiche Gaja Madah Universität. Besonders sehenswert
ist der alte Sultanspalast (Kraton), der im Laufe der Jahrhunderte zu einem Symbol für
den javanesischen Widerstand gegen den Kolonialismus wurde. Empfehlenswert ist auch der
Wasserpalast Saman Tari und der Vogelmarkt Pasar Burung. In Yogyakarta kann man schöne
Batikstoffe kaufen, es gibt eine Reihe von Künstlerwerkstätten, die sich auf die
verschiedensten Batikarten spezialisieren. Beliebte Souvenirs sind auch Gegenstände und
Schmuck aus feinstem Filigransilber. Kota Gede, in der Nähe von Yogya gelegen, ist
besonders bekannt für seine Silberfabriken.
13 km von Yogyakarta entfernt liegt der riesige Prambanan-Tempelkomplex, der zu Ehren der
Hindu-Götter Shiva, Brahma und Vishnu gebaut wurde. Der im 10. Jh. errichtete
Loro-Jonggrang-Tempel gilt als der schönste Hindutempel Indonesiens. Auf einem Hügel
westlich von Yogyakarta liegt Borobodur, das wohl größte buddhistische Heiligtum der
Welt, mit Steinreliefs von insgesamt über 5 km Länge. Der Königliche
Mangkunegaran-Palast in Surakarta ist heute ein Museum, in dem Tanzornamente, Schmuck und
königliche Kutschen aus dem 19. Jahrhundert ausgestellt sind. Mount Bromo, im Osten
Javas, ist ein noch heute aktiver Vulkan. Von Surabaya aus kann man Ausflüge auf dem
Pferderücken zum Kraterrad unternehmen. Im August und September ist Madura Schauplatz von
Ochsenrennen. Höhepunkt der Ochsenrennen ist der zwei Tage und Nächte dauernde Karneval
der Stadt Pamekasan. | |  | | |
| Klima | |
| Tropisches Monsunklima mit ausgeprägten regionalen Unterschieden. Der
Ostmonsun bringt das trockenste Wetter (Mai - Oktober), der Westmonsun die Regenzeit
(Dezember - März). Im Westen ganzjährige Niederschläge. Kühler in den Bergen. | |  | | |
| Land und Leute | |
| In Indonesien gibt es über 200 unterschiedliche Sprachen und Dialekte.
Seit der Unabhängigkeit haben viele Indonesier einen starken Nationalstolz entwickelt. An
den überlieferten Tänzen und den traditionellen Techniken der Malerei, Holschnitzerei
und Bildhauerei wird weiterhin festgehalten. Tanzen ist in Indonesien eine wichtige
Kunstform und wird von frühester Kindheit an gefördert und praktiziert. Das umfassende
Repertoire basiert auf alten Legenden und Überlieferungen. Aufführungen finden in
Dorfhallen und auf Dorfplätzen statt, außerdem in einigen der führenden Hotels. Einige
der berühmtesten Tänze Balis sind der Legong, ein langsamer, graziöser Tanz göttlicher
Nymphen; der Baris, eine rasante, lautstarke Darstellung männlichen, kriegerischen
Verhaltens, und der Jauk, fesselnder Solotanz eines maskierten und reich kostümierten
Dämons. Beim dramatischen Kecak-Tanz mit 100 oder mehr Teilnehmern agieren nur mit
Lendenschurz bekleidete junge Männer als wilde Affenschar, Untertanen des hinduistischen
Affengottes Hanuman.
Indonesische Gamelan-Orchester bestehen in erster Linie aus verschiedenen
Xylophon-ähnlichen Schlaginstrumenten, Flöten und Instrumenten, die der Harfe ähneln.
Diese Klänge sind in vielen indonesischen Geschäften und Restaurants zu hören und
gehören zu jeder Tanz- und Schattentheateraufführung.
Schattentheaterstücke werden landesweit aufgeführt, hierfür werden die traditionellen
Wayang-Kulit-Schattenpuppen aus Holz und Leder benutzt. Gegenstand der Stücke sind oft
die Geschichten der Ramayana und Mahabharata, berühmte alte Hindu-Legenden. Es werden
jedoch auch moderne Stücke gezeigt. Für Besucher, die kein indonesisch verstehen, ist es
am interessantesten, hinter der Bühne zu sitzen, weil man dort dem Puppenspieler am
besten bei seiner Arbeit zusehen kann.
Bei Ticket- und Hotelbuchungen innerhalb Indonesiens wird oft nur der Vorname verwendet.
In Gesellschaft ist man oft recht formell, zum Beispiel sollte man bei einer Mahlzeit
nicht mit dem Essen oder Trinken anfangen, bevor der Gastgeber dazu auffordert. Man sollte
nie mit dem Finger auf Personen oder Gegenstände zeigen oder Kinder am Kopf berühren.
Essen oder Geld wird immer mit der rechten Hand genommen oder gegeben. Indonesier sind
höflich und freundlich und erweisen Ausländern, denen sie vertrauen, unzählige
Gefälligkeiten und Freundschaftsdienste. Händeschütteln zur Begrüßung ist
gebräuchlich. Bei Einladung in ein Privathaus ist ein Geschenk gern gesehen. Legere
Kleidung ist üblich, aber einige elegante Etablissements erwarten Abendgarderobe zu den
Mahlzeiten. Islamische Sitten und Gebräuche, die die Bekleidung der Frauen betreffen,
sollten beachtet werden. Tempel sollten nur mit Sarong und Schultern/Arme bedeckenden
Oberteilen betreten werden. Trinkgeld ist üblich, aber nicht obligatorisch. In manchen
Hotels und Restaurants werden für Bedienung 10% extra berechnet. | |  | | |
| Lombok | |
| 15 Flugminuten (oder eine Überfahrt mit der Fähre) von Bali entfernt
liegt Lombok, eine wunderschöne Insel, deren Name Chilipfeffer bedeutet. Hier befindet
sich einer der größten Vulkane der indonesischen Inselgruppe, der Mount Rindjani, dessen
meist wolkenverhangener Gipfel 3745 m hoch ist. Der Norden ist gebirgig mit dichten
Wäldern und dramatischen Ausblicken, der Westen besteht aus fruchtbaren Ebenen mit Kokos-
und Reisplantagen und Reisterrassen, während der Osten öde und trocken und die
Südküste felsig ist. Die Bevölkerung nur etwa 750.000 Menschen setzt sich aus
islamischen Sasaks, hinduistischen Balinesen und Malaien zusammen. Mataram, die Hauptstadt
der Insel, und die geschäftige Hafenstadt Ampenan sind die beiden einzigen größeren
Städte der Insel und bieten sich für einen Ausflug an. Auf Lombok findet man auch einige
wundervolle Strände, manche mit weißem, andere mit schwarzem Sandstrand, letzteren z. B.
bei Ampenan. In Narmada, das über eine gut befahrbare Straße erreicht werden kann, gibt
es eine riesige Palastanlage zu bewundern, mit einem Jungbrunnen, der für einen
balinesischen König errichtet wurde. In Pamenang kann man Boote mieten und mit der
Taucherbrille die kristallklare Wasserwelt der herrlich bunten Korallen und neugierigen
tropischen Fische erforschen. | |  | | |
| Sicherheitshinweis | |
| In mehreren Provinzen finden immer noch gewalttätige Auseinandersetzungen
statt. Zu diesen Gebieten gehört Aceh, Sulawesi und Papua. Auf den Molukken herrscht
immer noch ein zivile Notstand, dieses Gebiet ist für Ausländer nicht zugänglich. | |  | | |
| Zeitzonen | |
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| Bangka, Belitung, Java, West- und Mittelkalimantan, Madura
und Sumatra |
MEZ + 6 (UTC + 7) |
| Bali, Flores, Süd- und Ostkalimantan, Lombok, Sulawesi,
Sumba, Sumbawa und Timor |
MEZ + 7 (UTC + 8) |
| Aru, West Papua (Irian Jaya), Kai, Molukken und Tanimbar |
MEZ + 8 (UTC + 9) |
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Ferienorte |
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| Kuta und Legian |
Kuta und Legian diese Namen sind heute auf Bali der Inbegriff
für Nachtleben und Amüsement jeder Art. Manche halten den bunten Trubel von Touristen
und Straßenhändlem für anregend, anderen wächst das Treiben schnell über den Kopf.
Doch es gibt hier nach wie vor diese herrlichen weiten weißen Sandstrände von Kuta und
Legian mit meterhohen Wellen, die nicht nur Surfer begeistern. Beim Baden sollte man
allerdings vorsichtig sein und die farbigen Hinweisflaggen der Wasserwacht genau beachten:
Grün - Schwimmen erlaubt, Gelb - Baden auf eigene Gefahr möglich, Rot - Gefahr!
Die Entwicklung Kutas zum "Weltdorf" begann Anfang der 30er Jahre mit einigen
einfachen Losmen am Strand. Heute reihen sich Hotels aller Preisklassen aneinander.
Das Häuserrneer erstreckt sich durchgehend von Tuban beim Flughafen im Süden über Kuta
und Legian bis hin zu Seminyak und Basangkasa im Norden, wo es etwas ruhiger wird. Der
Einfachkeit halber nennt man dieses ganze Konglomerat "Kuta!, bezeichnet höchstens
die einzelnen Strandabschnitte näher.
Einkaufen wird in Kuta großgeschrieben, und vor allem die beiden parallel zum Strand
verlaufenden Hauptverkehrsadern Jalan Kuta Raya und Jalan Legian Raya sind ein wahres
Shopping-Paradies. Schmuck, Kleidung, Kunst, Massagen ... Es gibt nichts, was es hiergib
nicht gibt.
Der zentrale Platz in Kutas Süden ist in der JI. Bakung Sari der zweireihige Kunstmarkt
Pasar Seni Desa Adat Kuta (tgl. 8-20 Uhr) zwischen Strand und Dorftempel. Er wurde im
August 1994 eingeweiht und bietet wie das benachbarte Nobelkaufhaus Matahari alles, was
das Touristenherz begehrt. Einige hundert Meter südlich liegt der Waterbom Park (Jl.
Kartika Plaza, tgl. 9-18 Uhr). Nicht nur Kinder haben ihren Spaß in dem ausgedehnten
Schwimm- und Freizeitpark mit den gigantischen Wasserrutschen. Und ganz Wagemutige können
sich sogar an dem Bungee-Turm erproben. |
| Jimbaran |
Um die weit geschwungene Bucht südlich des
Ngurah-Rai-Flughafens reihen sich zwar einige handverlesene Hotels, aber noch säumen
hauptsächlich Palmen den feinsandigen, hellen Strand. Auch was fliegende Händler
anbelangt, unterscheidet sich Jimbaran angenehm vom lauten Trubel in Kuta oder Legian.
Hier geht alles etwas langsamer und ruhiger zu. Die Fischerboote des nahe gelegenen Dorfes
Jimbaran kreuzen malerisch auf dem Meer, und wenn sie abends heimkehren, gleichen ihre
weißen Segel vor dem blutroten Sonnenuntergang einem Schwarm Möwen.
Überdies ist der Strand von Jimbaran für die Balinesen ein magischer Ort für Opfer und
Reinigungszeremonien. Oft sieht man am Ufer Melis oder Melasti genannte,
lange, farbenprächtige Prozessionen zu Ehren von Baruna, dem Gott des Meeres.
Am Strand gibt es eine Vielzahl an Seefood-Restaurants und da ist wohl für jeden
Geschmack etwas dabei. |
| Nusa Dua |
Die Halbinsel Bukit Badung ist das wärmste und regenärmste
Gebiet Balis. Dazu kommen die feinen, fast weißen Sandstrände und das in den 70er Jahren
des 20. Jahrhunderts noch billige Land.
Drei steinerne Gespaltene Tore, wie man sie sonst in Tempelanlagen findet, urlauben Zugang
zu dem Gelände. In großzügigen Gärten liegen entlang des Strandes neun große,
internationale Hotels, die durchweg fünf Sterne tragen. In der Mitte des Areals liegt die
Nusa Dua Shopping Galeria mit einem "Art Center" sowie zahlreichen Geschäften
und Restaurants. Ein kostenloser Shuttle-Service verbindet die Hotels mit dem
Einkaufszentrum. Auf dem zentralen Platz werden abends oft Tänze aufgeführt. Einen
nächtlichen Kecak-Tanz sollte sich niemand entgehen lassen. Zusätzliche Veranstaltungen
finden in den Lobbies der Hotels statt. Es lohnt sich, mit dem Zubringerdienst die Hotels
zu besuchen, um die großzügige Architektur der Häuser und Gärten zu bewundern.
Am südlichen Ende des Geländes liegt ein weitläufiger, sehr gepflegter und schön
angelegter Golfplatz mit 18 Löchern, der zum Bali Golf & Country Club gehört.
Im Osten, zwischen Melia Bali Sol und Grand Hyatt, schieben sich zwei kleine, beinahe
kreisförinige Halbinseln ins Meer. Sie sind allgemein zugänglich, und hier bieten
fliegende Händlerinnen ihre Waren feil. Pondoks - offene hölzerne Ruhehäuschen (Schuhe
ausziehen!) laden zu einer schattigen Rast ein. Die scharfkantigen Klippen sind
vulkanischen Ursprungs. Ihre bizarre Schönheit lässt sich vor allem abends genießen,
wenn die anbrandende Flut die Gischt bis zu den Beobachtern hochspritzen lässt. |
| Tanjung Benoa |
Im Norden geht Nusa Dua in den lang gezogenen Strand von
Tanjung Benoa über. Eine einzige Straße zieht sich die gesamte Halbinsel entlang. Sie
ist meist auf beiden Seiten einzeilig bebaut, dazwischen kann man schon mal ein Feld mit
Wasserbüffeln sehen. Der feine Sand leuchtet ebenso weiß wie in Nusa Dua, doch die
Hotels sind vielfältiger hinsichtlich Komfort und Preis. Auch hier kann man hervorragend
Wassersport und vor allem Parasailing und -gliding betreiben. Von oben sieht man bis
Denpasar, und die Hafenanlagen von Benoa Harbour liegen einem im Nordosten zu Füßen. |
| Sanur |
Sanur ist ideal, wenn man seinen Urlaub nicht so mondän wie
in Nusa Dua, aber auch nicht so umtriebig wie in Kuta verbringen möchte.
Sanur erfreut durch einen schönen, wenn auch vergleichsweise schmalen Sandstrand. Es ist
der einzige der Insel, den man auf seiner gesamten Länge von 6 km auf einer
Strandpromenade aus roten Klinkerziegeln entlang wandern kann. Sie ist zwar nur rund 1 m
breit, aber es ist nichtsdestotrotz sehr angenehm, unter den Palmen entlang zu schlendern,
Urlaubern am Strand oder im flachen, sanften Wasser zuzuschauen und sich ab und zu in
einem der Cafe eine Erfrischung zu gönnen.
Noch in den 30er Jahren war Sanur ein kleines, von der Priesterkaste bestimmtes
Fischerdorf. Als die ersten Touristen kamen, ließen Losmen, Restaurants und Hotels
nicht lange auf sich warten. 1965/66 errichteten Japaner als Kriegsentschädigung am
nördlichen Strandende das Bali-Beach-Hotel. Der Anblick des zehnstöckigen Betonklotzes
mit mehr als 600 Zimmern bewog die Regierung zu dem Gesetz, dass auf Bali kein Bauwerk
höher als eine Kokospalme sein darf. Bei einer Baumhöhe von ca. 15 m lässt dies immer
noch genügend baulichen Spielraum und bewahrt doch das Bild des grünen Bali.
Heute ist der 6km lange Strand von Sanur durchgehend gesäumt von größeren und kleineren
Hotelanlagen. Der Zugang zu Meer und Strand ist frei, so dass sich keine abgeschirmte
Touristenenklave wie in Nusa Dua bildete. Dazu trägt auch das gewachsene Dorfgefüge bei,
das nach wie vor existiert. Natürlich ist Sanur von der Größe her kein Dorf mehr, es
ist vielmehr im Westen bereits mit Denpasar zusammengewachsen. Aber noch immer haben
Angehörige der Priesterklasse das Sagen. Die Menschen fühlen sich miteinander verbunden,
und daran mag es auch liegen, dass außerhalb Sanurs weiterhin hartnäckig behauptet wird,
hier würde Schwarze Magie betrieben.
Touristen kümmert dies wohl weniger. Das vorgelagerte Korallenriff eignet sich
hervorragend, um erste Schritte im Surfen, Schnorcheln oder Tauchen zu unternehmen. Bei
Flut ist das Wasser innerhalb des Riffs herrlich ruhig, keine gefährliche Strömung
beeinträchtigt den Badegenuss. |
| Lovina |
Der ganze Strand westlich von Singaraja bis kurz vor Seririt
nennt sich Lovina. Beschränkte sich diese Bezeichnung zu Anfang des Touristenbooms vor
gut 30 Jahren noch auf das Dorf Kalibukbuk, so hat sie sich heute auch auf die Dörfer
Pemaron, Tukad Mungga, Anturan, Banyualit und Kaliasem ausgeweitet.
Der Ursprung des Kunstwortes "Lovina" ist nicht mehr genau auszumachen, aber man
vermutet dahinter die Abkürzung von "Love for Indonesia".
Von der parallel zur Küste verlaufenden Asphaltstraße führen immer wieder Stichstraßen
an die Strände und in die Küstendörfer. Landeinwärts liegen hübsche, mit Dörfern und
Weilern überzogene Hügel, die reizvolle Ausblicke bieten. Dieses wenig beachtete
Hinterland ist geradezu ein Paradies für Vogelbeobachter und Wanderer, man muss nur einer
Straße oder einem Pfad durch die Reisfelder bergan folgen. In jüngerer Zeit entdecken
auch immer mehr Mountainbiker die herrliche Gegend, aber ihnen gilt ganz besonders die
Aufforderung zu Umsicht und Rücksichtnahme.
Die meisten Gäste kommen jedoch wegen der schönen, dunkelsandigen Vulkanstrände von
Lovina. Ein vorgelagertes Riff lockt Schnorchler und schützt Schwimmer. Das trifft zwar
für große Teile der Nordküste zu, doch das touristische Zentrum liegt nach wie vor in
und bei Kalibukbuk. Die von Restaurants gesäumte Stichstraße Jalan Binaria mündet am
Meeresufer in den zentralen Marktplatz. Ihn überragt seit 1995 ein markantes, 8m hohes
Delphin-Denkmal.
Dass ausgerechnet Delphine als Wahrzeichen gewählt wurden, hat durchaus seine
Berechtigung. Die kleinen Tümmler halten sich gerne in den flachen, wenig bewegten
Gewässern vor Lovina auf. Das morgendliche Delphin-Beobachten ist eine Attraktion in
Lovina und ein Wirtschaftszweig. Ständig schallt dem Besucher ein fragendes
"Dolphins, see Dolphins?" entgegen. Allgemeiner Sammelpunkt ist kurz vor sechs
Uhr morgens der Strand.
Dutzende der bunt bemalten kleinen Auslegerboote starten dann, um jeweils vier Personen
hinaus vor das Riff zu bringen. Das dortige Schauspiel ähnelt mehr einer Jagd: Sobald
jemand eine Rückenflosse sieht, nimmt die ganze Flottille darauf Kurs und folgt soweit
möglich der Delphinschule. Der Lärm der Außenbordmotoren lässt die Tiere jedoch
schnell unter Wasser das Weite suchen und das Warten und Lauern beginnt von neuem. Für
den Fall, dass keine Delphine auftauchen sollten, erhält man den halben Ausflugspreis
zurück.
Obwohl es nicht jedermanns Sache ist die Tiere auf diese Art aufzuspüren, lohnt sich eine
solche Ausfahrt zumindest einmal. Allein die frühe Stunde zwischen 6 und 7 Uhr morgens
hat ihren eigenen Reiz. Es ist angenehm kühl, die Sonne geht über dem Meer auf und aus
den langsam den Blicken entschwindenden Hügeln steigen die Morgennebel. Diese Stimmung
ist einfach wunderbar. |
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