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Eine Reise nach Irland ist zugleich eine Reise in die Vergangenheit. Erst mit dem Ende der Eiszeit ist Irland ca. 6000 Jahre
v.Chr. entstanden. Heute beträgt die größte Nord-Süd-Ausdehnung etwa 465 km, die
größte Ost-West-Ausdehnung 285 km ... Irland hat damit etwa die größe Bayerns, aber
nur knapp 4 Mio. Einwohner und verfügt über mehr als 3200 km Küstenlinie.
Ozeanischer Einfluß und der Golfstrom bestimmen das Klima. Aus diesem Grund hat das Land
viele Gesichter: Von subtropischer Vegetation an der milden Südküste über Moor-und
Heidelandschaften in
Connemara bis hin zu zerklüfteten Klippenlandschaften im Nordwesten.
Flug mit der Deutschen BA von München aus nach Shannon, dem Tor zur Westküste. Nach der
obligatorischen Mietwagenübernahme ging die Reise mit einem Opel-Corsa nach Kilkee zur
ersten Übernachtung mit Bed&Breakfast. Tags darauf ist strahlendblauer Himmel
begleitet jedoch von kräftigen Winden. Es geht zum Loop Head einer Klippenlandschaft nahe
Kilkee ... Die Wellen krachen an die Steilküste.
Anschließend führt die Route weiter an der Küste entlang in Richtung Galway, der
Hauptstadt der Region Connemara.
 Auf halbem Weg heißt es Stop an den weltberühmten Cliffs of Moher:
Die Klippen ragen bis zu 210 Meter aus dem tosenden Atlantik heraus. Durch das
Burren-Gebiet, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit, führt die Fahrt weiter gen Norden
bis nach Westport. Die Stadt wird überragt vom Croagh Patrick, dem heiligen Berg der
Iren. Übernachtet wird wieder mit Bed&Breakfast. Am 09.06.1997 hat das Wetter
umgeschlagen: Es gießt in Strömen! Mit dem Prinzip Hoffnung wird der Tagesplan jedoch
umgesetzt - Fahrt nach Achill-Island mit seinen herrlichen Stränden, Torffeldern und
unberührter Natur. Eben dies Natur hatte ein Einsehen und stoppte noch während der
Anfahrt den Dauerregen. Das Ergebnis vor Ort war strahlender Sonnenschein.
Anschließend Weiterfahrt durch das Gebirge von Connemara, vorbei an den Assleagh Falls
und den Orten Leenane und Roundstone bis nach Galway ... Übernachtung im B&B.
  Von Galway aus ging es nach Clifden in den Bergen
Connemaras. Leider zwang uns kühlendes Naß von oben zu einem längeren Pubaufenthalt ...
Diese Alternative war aber gar nicht schlecht. Vorbei am Kloster von Kylemore Abbey fuhren
wir zurück nach Galway. Den Abend beschloß ein Pubbesuch mit Folkmusik.
Die heutige Tagesetappe ging bis zur Dingle-Halbinsel mit Stop am Bunratty-Castle und
Besuch des dortigen Museums mit Übernachtung im Ort Dingle. Umrundung der
Dingle-Peninsula, einer wildromantische Landschaft mit Viehweiden, steilen Klippen und
verstreut liegenden Gehöften, und Weiterfahrt nach Kenmare am Beginn des bekannten Ring
of Kerry.
Auch die Panoramastraße des Ring of Kerry bietet wieder spektakuläre Ausblicke auf Berge
und die rauhe See des Nordatlantik ... Übernachtung in Kenmare. Am anderen Morgen war
schon der letzte Tag des Irland-Trips angebrochen: Nach kurzem Stopp in Killarney und dem
Besuch des Schlosses von Muckross House gings wieder nach Shannon zum Flughafen.
Der Rückflug mit einer Fokker 100 der Deutschen BA ging zurück nach München. |
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