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Südinsel |
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Am 29.03.2000 starten wir mit einer Stunde Verspätung an Bord einer
Boeing 747 der Korean Air zu
unserem 30-stündigen Flug ans Ende der Welt.
Kia Ora - Nach der Ankunft in Christchurch fahren wir mit dem Shuttle-Bus zum Hotel
"Rydges" und brechen gleich zu einem kleinen Stadtbummel auf. Aber nach drei
Runden um den Block werden wir schon müde, setzen uns in eine kleine Kneipe und trinken
ein Bier. Am Tisch fast im Stehen eingeschlafen hauen wird uns dann doch lieber auf's
Ohr. Am nächsten Tag fahren wir mit dem Camper in Richtung Mt. Cook Nationalpark.
Aber zuerst muß mal eingekauft werden, um den leeren Kühlschrank zu füllen. Kurz vor
Mt. Hutt machen wir einen kurzen Fotostop und Steffen kann sich mal ein paar Minuten
ausruhen, denn er hat ganz schön zu tun, das Ungetüm von Wohnmobil bei dem kräftigen
Wind auf der Straße zu halten.
Nach ein paar Stunden erreichen wir den von Gletschern gespeisten türkisfarbenen Lake
Tekapo. Nach einem kurzen Besuch der "Church Of The Good Shepard" fahren wir
weiter zum Lake Pukaki. Der Blick auf die Southern Alpes bleibt uns aber verborgen, der
Mt. Cook hüllt sich in dichte Wolken. Wir übernachten auf dem Campingplatz von
Glenteller.
Da sich anderentags keine Wetterbesserung einstellt geht's über Twizel und Oamaru weiter
Richtung Dunedin. Auf der Otago-Halbinsel wollen wir am späten Abend noch die Kolonie der
Gelbaugenpinguine besuchen. Doch die nächste Tour beginnt leider erst am nächsten
Morgen. Also nehmen wir das Angebot der Farmerfamilie an und übernachten kostenlos gleich
vor Ort.
Frühmorgens fahren wir dann mit einem Jeep und einer Horde lärmender Asiaten zur
Pinguinkolonie. Durch ein System von Schützengräben und Unterständen kommen wir recht
nahe an die Brutplätze der Tiere heran. Wie nicht anders zu erwarten sind aber die lieben
Tierchen gerade auf "Fischfang". Zu guter Letzt bekommen wir doch noch ein paar
Pinguine zu sehen. Ich denke aber, daß die Touren am späten Nachmittag besser sind, denn
dann kommen die Tiere bei einbrechender Dunkelheit aus dem Wasser an ihre Brutplätze
zurück.
Nachmittags fahren wir über Dunedin, Balclutha und die "Avenue of Presidents"
zwischen Gore und Clinton nach Te Anau am Ufer des gleichnamigen Sees und Tor zum
Fjordland Nationalpark. Leider soll das Wetter morgen wieder schlechter werden, obwohl
momentan noch strahlender Sonnenschein vorherrscht.
Aber das werden wir in den nächsten Tagen und Wochen noch oft erleben, daß erstens die
Voraussagen stimmen und zweitens schlechtes Wetter am Morgen nicht bedeutet, daß es den
ganzen Tag lang regnet.
Und am nächsten Tag trifft es schon das erste Mal zu: Wir verlassen Te Anau im Regen und
kommen gegen Nachmittag dann bei gutem Wetter am Milford Sound an. Hier lassen wir uns
nicht lange bitten und unternehmen gleich eine kleine Kreuzfahrt über den Fjord. Was man
hat, das hat man! Die Tour dauert ca. 1½ Stunden und führt bis ans Ende des Fjords. Auf
der Rückfahrt können wir auch ein paar Flaschennasendelphine beobachten, die spielerisch
mit dem Schiff um die Wette schwimmen.
Touren kann man z.B. buchen bei Mitre
Peak Cruises oder Fiordland
Travel. Letztere bieten auch ab Te Anau Touren zum Doubtful Sound an.
Anderentags verlassen wir bei miesem Wetter Milford Sound Richtung Queenstown. Nach einer
landschaftlich schönen Tour entlang des Lake Wakatipu kommen wir am frühen Nachmittag
dort an.
Das Wetter läßt am nächsten Tag nicht allzu viel zu - doch eine wilde Fahrt mit dem
Jetboat über den Shotover River mit Shotover Jet lassen wir uns nicht nehmen! Der Fahrer steuert das Boot
an Klippen und überhängenden Felsen so knapp wie möglich vorbei - hier ist nichts
getürkt! Bungeejumping ersparen wir uns aber, wenngleich hier in Queenstown die Wiege
dieser verrückten Freizeitbeschäftigung steht, die A.J. Hackett weltweit bekannt gemacht hat.
Aber das Wetter wird schlechter und da bleiben nicht viele Alternativen - mit einem Irish
Pub ist bald eine gefunden und nach ein paar Ale und einer großen Portion
"Lambshanks" ist bald die Bettschwere erreicht.
Mit der Skyline Gondola fahren wir
tags darauf auf den Bob's Peak hinauf. Das Wetter ist immer noch nicht allzu gut; aber
nach einer halben Stunde klart es immerhin so weit auf, daß der Blick auf den Lake
Wakatipu frei ist. Die dahinter liegenden Remarkables bleiben allerdings in Wolken
verhüllt.
Weitere Attraktionen in und um Queenstown sind Exkursionen zum Skippers Canyon (Straße für
Selbstfahrer mit Campervan nicht erlaubt!), Jetboat auf dem Kawarau-River, Jetboatsafaris auf dem Dart River, und diverse Adventure
Combos, buchbar u.a. über "The
Station" Ecke Camp und Shotover Street in Queenstown.
Nach einem Kurzbesuch der alten Goldgräberstadt Arrowtown erreichen wir Lake Wanaka und
Lake Hawea und überqueren schließlich den Haast-Paß Richtung Westküste. Entlang der
nun wieder sonnigen Westküste erreichen wir am späten Abend die kleine Ortschaft Fox.
Von hier aus wollen wir einen Helicopterflug zum Mt. Cook mit Landung auf dem Fox Glacier
unternehmen.
Am Morgen zeichnet sich gutes Flugwetter ab: vom Lake Matheson haben wir ein traumhaftes
Panorama der Southern Alpes vor uns. Man kann kaum zwischen Realität und
Spiegelbild unterscheiden. Unser Flug ist auf 11 Uhr angesetzt und "pünktlich"
beginnen sich Wolken in den Bergen einzunisten. Aber letztendlich wird doch alles gut! Wir
fliegen dem Gletscherbruch des Fox entlang nach oben und die Sicht wird besser und besser.
Bei strahlendem Sonnenschein fliegen wir entlang der Südwestflanken von Mt. Tasman und
Mt. Cook unserem Landeplatz entgegen.
Bei Windstille setzen wir auf dem Schneefeld auf, stehen auf ca. 3000 m Höhe und können
in der Ferne das Meer sehen - einfach genial, während in unserem Rücken der Mt. Tasman
und Mt. Cook ihre Gipfel in den strahlend blauen Himmel recken. Flüge in diese traumhafte
Bergwelt, die nur bei gutem Wetter durchgeführt werden bieten an: Glacier Southern Lakes Helicopters,
The Helicopter Line, Heli Hike, Air Safaris (mit Kleinflugzeugen)
und Mount Cook Skiplanes (mit
Kleinflugzeugen). Diese Unternehmen operieren zumeist von Fox Glacier und Franz Josef
aus, teilweise auch von Twizel oder Glentenner. Wer lieber auf dem Boden bleiben will kann
an Exkursionen mit Alpine
Guides Fox Glacier teilnehmen. Nachmittags stand noch eine Tour zum Gletscherbruch des
Fox auf dem Programm.
Abends fuhren wir dann weiter nach Franz Josef, das nur 30 km entfernt liegt. Zum
Abschluß des Tages kann man mal in Batson's Tavern und Bottle Shop vorbeischauen.
Übernachtungstip des Tages: Forest Park and Campervans in Franz Josef.
Um die Gletschertour abzurunden laufen wir am nächsten Tag auch zum Gletscherbruch des
Franz Josef.
Anschließend geht's entlang der Westküste über Shantytown Richtung Norden: Tagesziel
ist der Paparoa Nationalpark mit den berühmten "Pancake Rocks and Blowholes".
Leider ist gerade Ebbe und die Blowholes blasen nicht. Nach einem herrlichen
Sonnenuntergang über den Klippen der Westküste erreichen wir in der Dunkelheit endlich
einen kleinen Campingplatz in Charleston.
Auf dem weiteren Weg nach Norden fahren wir durch die beeindruckende Buller-Schlucht
Richtung Nelson und erreichen am Abend Marahau, das Tor zum Abel Tasman Nationalpark.
Mit dem Wassertaxi lassen wir uns am kommenden Morgen nach Anchorage fahren.
Von hier aus laufen wir über Torrent Bay auf dem berühmten "Abel Tasman Coastal
Track" durch dichten tropischen Regenwald, vorbei an stillen Buchten und
Badeplätzen, zurück nach Marahau. Alternativ kann man auch ein Kayak mieten oder an
einer der organisierten Touren teilnehmen (Info: Abel Tasman Kayaks). Am späten Nachmittag gehts über Nelson nach
Picton, unserer letzten Station auf der Südinsel. Die Fähre bringt uns anderentags von
Picton nach Wellington auf die Nordinsel. |
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Nordinsel |
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Mit der Vormittagsfähre geht's in 3 1/2 Stunden über die Cookstrait nach
Wellington. Über Wanganui fahren wir bis Hawera, unserem Ausgangspunkt für eine Tour in
den Taranaki Nationalpark.
Der Vulkan präsentiert sich am nächsten Tag in seiner ganzen Pracht. In Stratford
beginnend fahren wir im Uhrzeigersinn um den ganzen Berg herum; das Ende der Tour
gestaltet sich mangels Treibstoff etwas nervig. Von New Plymouth aus erreichen wir über
eine nicht gerade Campervan taugliche Straße Taumarunui und etwas später den Tongariro
Nationalpark.
Auf dem Campingplatz unterhalb des Mt. Ruapehu stellen wir das Motorhome ab und
melden uns zu einer Trekkingtour durch den Nationalpark für den nächsten Tag an. Um 8:30
Uhr bringt uns der Bus über die Mangatepopo Road zum Ausgangspunkt der Wanderung. Der
Busfahrer gibt noch ein paar Tipps und dann kann die Tour losgehen.
An der Südflanke des Mt. Ngauruhoe steigen wir Richtung Mt. Tongariro auf. Nach
Durchquerung des South Crater erreichen wir beim Red Crater den höchsten Punkt, um dann
über die Emerald Lakes und den Blue Lake wieder abzusteigen. Durch tropischen Regelwald
erreichen wir schließlich den Endpunkt der Tour, wo uns, wie versprochen, ein Bus abholt.
Vorbei am Take Taupo erreichen wir nach einem Besuch der Thermalfelder von Wai-O-Tapu und
Whakarewarewa unser heutigen Tagesziel: Rotorua mit seinen heißen Quellen und Geysiren.
Von Rotorua aus geht es an die Bay of Plenty, von dort aus weiter auf die Coromandel
Halbinsel, die wir entlang der Küste umfahren wollen.
Unterwegs stoppen wir am Hot Water Beach und an der Cathedral Cove. Auf einem schmalen
Pfad ist dort vom Parkplatz aus nach gut ½ Stunde der Strand erreicht. Zwischen zwei
aufeinander folgenden Wogen sprinten wir durch ein Felsentor. Das Wasser ist glasklar,
aber für meinen Geschmack noch etwas zu kalt zum Schwimmen. In Whitianga übernachten wir
dann.
Die Fahrt um die Coromandel Halbinsel dauert ziemlich lange, da die Straßen sehr eng
sind. Aber wer in Neuseeland sehr wenig Zeit hat erhält hier einen Überblick in Miniatur
über fast alles was hier am "schönsten Ende der Welt" zu bestaunen ist. Nach
der längsten Tour des gesamten Urlaubs erreichen wir in den Abendstunden Paihia.
Mit der R. Tucker Thompson, einem Zweimaster, starten wir zu einem Segeltörn durch die
"Sunny Bay of Islands", wie der Skipper meinte. Die Sonne kam erst später - der
Tag war trotzdem ein Erlebnis.
Durch ehemals dichte Kauriwälder geht der Weg wieder Richtung Süden. 120 km nördlich
von Auckland machen wir Halt auf einem sehr schönen kleinen Campingplatz neben dem
Kauri-Museum.
Gegen Mittag des folgenden Tages erreichen wir Auckland, geben den Camper am Flughafen ab
und fahren mit dem Taxi zu unserem Hotel in die City.
Abends laufen wir im "Loaded' Hog" ein und genehmigen uns ein paar Bierchen der
gleichen Marke ...
Dann aber ist Abschied angesagt: Zuerst unternehmen wir eine erweiterte Hafenrundfahrt mit
Fuller's und besuchen anschließend
Kelly
Tarlton's Underwater World.
Mit dem Taxi geht's am Abend zum Airport. Das Geld reicht nicht mehr ganz, aber Neuseeland
sagt dazu nur: "No ploblem!"
Und dann ist wieder mal ein wunderbarer Urlaub nur noch Geschichte, an die man sich immer
und immer wieder gern erinnert ... |
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