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| Afrika | | | Mauritius (2004) | | | Zweiter Teil der Reise nach Reunion und Mauritius | |  | | | | Namibia (1994) | | | Am späten Nachmittag überfahren wir die Grenze von Südafrika nach
Namibia und haben noch Zeit bis nach Grünau weiter zu fahren. Dort angekommen mieten wir
uns im ersten Haus am Platz ein und beziehen im Hotelanbau ein kleines Zimmer mit
Lehmfußboden. Dafür gibt's an der Bar gleich ein kühles Tafel-Lager und abends dann ein
Menü: Vor- Haupt- und Nachspeise für alle gleich, aber lecker gekocht!
Am nächsten Morgen fahren wir nach dem Frühstück weiter zum Fish River Canyon, dem
größten seiner Art in Afrika. Kurz hinter Grünau verlassen wir das Asphaltband und
biegen nach links in eine Schotterpiste ein. Diese Straßen werden in den folgenden Tagen
unser ständiger Begleiter sein.
| |  | | | | Reunion (2004) | | | Reunion ist die westlichste Insel der Maskarenen, zu denen auch Mauritius (160 km östlich)
und Rodrigues (wiederum 650 km östlich) gehören.
Der Archipel liegt 800 km östlich Madagaskars auf einem unterseeischen Hochplateau
des Indischen Ozeans.
Noch immer dehnt sich der Graben zwischen den auseinandergebrochenen Kontinenten,
und Afrika mitsamt der Seychellen und Madagaskar wandert langsam nach Nordwesten.
Reunion, die jüngste und höchste Insel, erinnert in Aussehen (Kegelform)
und Gebaren (häufigen Eruptionen) noch frappierend an die vulkanische Entstehung.
Die Geburt liegt 2 bis 3 Mio. Jahre zurück. Ausströmende Lava hatte submarin eine
Höhe von 4500 m erreicht und stieg nun aus dem Meer unter gewaltigen Explosionen,
die durch das Eindringen von Wasser ausgelöst wurden. Der Piton des Neiges sollte
weitere 3000 m in den Himmel wachsen, da tauchte, vor etwa 1 Mio. Jahren, an der
Südostflanke ein zweiter Vulkan auf. Lange waren beide Gipfel nebeneinander aktiv,
spuckten und stürzten immer wieder ein, wenn die Magmatasche sich nach heftigen
Ausbrüchen zusammenzog. Doch allmählich wurden die Eruptionen des Piton des Neiges
seltener und wegen der veränderten Magmazusammensetzung auch explosiver, bis der
Stammvulkan vor 12 000 Jahren erlosch. Der Piton de la Fournaise aber blieb bis
heute höchst aktiv und wanderte weiter nach Südosten.
Diese Verlagerung des vulkanischen Zentrums gilt als anschaulicher Beweis
der Hot-Spot-Theorie. Reunion liegt offensichtlich über einem heißen Materiestrom,
der aus dem tieferen Erdmantel aufsteigt und unter dem Meeresboden eine heiße Zone
bildet. Während der hot-spot stationär bleibt, driftet Reunion mit der afrikanischen
Platte weiter nach Nordwesten. Und die Insel wächst auf der einen und erodiert
auf der anderen Seite. Denn dort, wo keine Lava mehr fließt, nagen Wasser und
Wind am zerbröckelnden Basaltgestein.
Das Geröll häuft sich im Mündungsbereich der Wasserläufe, die an der Küste zum
Teil recht breite Deltas bilden. Oben im Bergland schwellen sie während der
tropischen Tiefs zu reißenden Sturzbächen, die tiefe Schluchten (ravines) in
den porösen Basalt gegraben und von den dazwischen aufragenden Plateaus oft
nur schmale Inselchen (ilets) übriggelassen haben.
Naheliegend, daß die Wasserläufe die natürlichen Rinnen der Vulkanspalten nutzten
und mit Lavaschutt aufgefüllte Einsturzkessel erneut aushöhlten.
Vor allem die steilwandigen Cirques des Piton des Neiges mit Neigungswinkeln
von 70 bis 75' und Abbruchkanten von 800 bis 1200 m Tiefe sind wohl nicht nur das
Werk der Erosion. |
|  | | | | Südafrika (1994) | | | Südafrika ist das Land eindrucksvoller Kontraste: ausgedehnte Wüsten im
Westen, üppige subtropische Wälder im Osten. Kaum ein anderes Land bietet eine so
abwechslungsreiche Landschaft mit Küsten, Gebirgen, Flüssen, Seen, Lagunen, Halbwüsten,
Steppen und Busch. Diese außergewöhnliche Umwelt gewährt idealen Schutz für unzählige
Tier- und Pflanzenarten. Hier leben allein 290 verschiedene Säugetiere. Von der
Pygmäen-Maus bis zum afrikanischen Elefanten. 800 Vogelarten, ein Zehntel derer, die
überhaupt auf der Welt bekannt sind, wurden hier beobachtet. Und 24.000 verschiedene
Pflanzenarten machen das südafrikanische Naturprogramm komplett. Sehr viele dieser
Pflanzen wachsen übrigens am Kap, einem der sechs "Pflanzen-Königreiche"
dieser Welt, die von einem internationalen Ausschuß definiert wurden. Als einziges
Lebewesen, das die Erde plündert, hat es der Mensch mit seiner Rücksichtslosigkeit
gegenüber der Natur fertig gebracht, einige Tierarten auszurotten. Schon lange sind
beispielsweise die Blaue Antilope, der Kap-Löwe und das Quagga, eine Zebra-Art, aus dem
Landschaftsbild verschwunden. Inzwischen steht fest, daß das Aussterben einer Art
schwerwiegende Konsequenzen für das ökologische Gleichgewicht einer Region hat und zur
Ausrottung weiterer Arten beitragen kann. Um die Tierwelt zu schützen, die dazu selbst
nicht mehr in der Lage ist, wurden zahlreiche Nationalparks, Wildreservate ,
Naturschutzgebiete und Parks mit einer Gesamtfläche von 8 Millionen Hektar geschaffen.
Ein behutsames Eingreifen in die Natur sichert ihr natürliches Gleichgewicht. Das
bedeutet gleichzeitig strenge Verhaltensregeln für Besucher. Schließlich sind nicht die
Touristen, sondern die Tiere die "Hauptpersonen". In einer Zeit zunehmender
Industrialisierung und Umweltzerstörung muß es ein zentrales Anliegen der Menschen sein,
den Kontakt zur Natur zu erhalten. Südafrikas Wildschutzgebiete bieten dazu ideale
Möglichkeiten. Außerhalb der großen Städte mit ihrem Verkehrslärm, Gedränge und
Autogestank finden Sie Ruhe und Entspannung. Und Sie erleben auch noch Abenteuer abseits
der durchorganisierten Vergnügungszentren und großen Hotels. Gehen Sie auf eine Reise in
eine andere, faszinierende Welt. Die Begegnung mit der wilden, unberührten Natur wird
wahrscheinlich zu einer der wichtigsten Erfahrungen Ihres Lebens zählen.
| |  | | | | Tansania (1997) | | | Samstag, 20.12.97 Air France Flug AF1337 Nürnberg-Paris:
So langsam werde ich unruhig, nachdem alle Passagiere zwecks Behebung eines Defekts aus der Maschine
wieder in den Transitraum zurückgeschickt wurden.
Die Zeit vergeht und es tut sich nichts! Aber noch ist die Hoffnung nicht
aufgegeben... Dann endlich können wir wieder einsteigen und der Pilot gibt mächtig
Gas, daß er endlich in die Luft kommt. Mit vollem Speed geht’s nun in Richtung
Paris Charles de Gaulle. Dort angekommen haste ich ins gegenüberliegende Terminal,
wo ich für den Weiterflug einchecken muß. Im Abflugterminal treffe ich dann auf
die anderen, auf Uschi, Zimmi und Peter Lipsch. Die hatten auch nicht schlecht zu tun,
um auf vereisten Straßen pünktlich nach Berlin zu kommen um dort ihren Zubringer nach
Paris zu erwischen. Auf allen Bordkarten steht ein anderes Abfluggate, hier regiert
auch das Chaos.
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